„Werden uns gegen Weilstetten anders präsentieren“

Beim Duell zwischen dem TV Weilstetten und der SG H2Ku Herrenberg hoffen am Samstag beide Teams auf eine Trendwende / SG H2Ku 2 vor schwieriger Auswärtsaufgabe

 

Schon wieder ein Vier-Punkte-Spiel für die SG H2Ku Herrenberg. Wenn der Gäu-Club am Samstag um 20 Uhr in der Balinger Längenfeldhalle auf den TV Weilstetten trifft, geht es um weit mehr als nur zwei Punkte. Beide Mannschaften wollen nach zuletzt erfolglosen Auftritten in die Erfolgsspur zurück und sich des Abstiegsgespenstes erwehren.

 

Für die SG H2Ku war das letzte Auswärtsspiel beim TSV Zizishausen wahrlich keine Offenbarung. Das 16:31 stürzte das Team von Trainer Fabian Gerstlauer in arge Nöte und verursacht damit eine unruhige Vorweihnachtszeit unterhalb der Stiftskirche. Noch hat der Herrenberger Oberligist aber drei Spiele Zeit, sich vor dem Jahreswechsel etwas freizuschwimmen. Dazu sind allerdings Punkte gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel überlebenswichtig. Daher kommt der Partie beim TV Weilstetten eine besondere Bedeutung zu.

 

In der laufenden Trainingswoche war ein Schwerpunkt die Auswertung der Niederlage von Zizishausen. „Ich habe viele positive Einzelgespräche geführt“, verweist Fabian Gerstlauer auf einen Aspekt der vor allem mentalen Aufarbeitung. Fast schon als Versprechen klingt das, was der Coach gleich hinterherschiebt: „Wir werden uns in Weilstetten anders präsentieren“. Das ist für einen Erfolg auf der Alb aber auch unbedingt nötig. In der Längenfeldhalle trifft die SG H2Ku auf einen Gegner, der sich in den letzten Wochen selbst etwas in Zugzwang gebracht hat. Nach einem guten Auftakt in die Saison setzte es in den letzten sechs Partien fünf Niederlagen für die „Lochenfüchse“. Auf exakt genau die gleiche magere Ausbeute kommt übrigens der Gäu-Club.

 

Beide Kontrahenten haben für den Samstag somit das gleiche Ziel: Die Talfahrt soll gestoppt werden – unbedingt. Trotz fast gleicher Vorzeichen geht der TV Weilstetten als Favorit ins Rennen, nicht zuletzt des Heimvorteils wegen. Für die SG H2Ku Herrenberg indes ist jedes Spiel momentan ein echtes Endspiel. Dabei wäre es für Coach Gerstlauer sicher angenehm, in die nächsten Partien mit voller Kapelle ziehen zu können. Aber genau das Gegenteil ist derzeit der Fall. Klar war schon im Vorfeld, dass Max Fuhrmann und Dominic Rose am Samstag fehlen. Für den Samstag zumindest wird auch Kreisläufer Sascha Marquardt aus dem Verkehr gezogen. „Wir müssen seiner Schulter ganz einfach Schonung verordnen“, so Fabian Gerstlauer. Zudem plagen sich Janne Böhm und Joshua Stöffler mit Sprunggelenksverletzungen umher. Und als ob dies nicht schon genug wäre, hat sich Christian Dürner nach seinem Blitz-Comeback eine Viruserkrankung zugezogen und droht ebenso auszufallen. Bliebe noch die Torwartfrage. Marvin Heinz stand nach seiner Gehirnerschütterung vor zwei Wochen erstmals wieder in der Trainingshalle. Sollte ein Einsatz zu früh kommen, steht Routinier Tobias Barthold noch einmal zur Verfügung.

 

Auch wenn sich die Kaderliste der Herrenberger momentan wie eine Krankenakte lesen sollte, wird der Trainer dies nicht als vorsorgliche Entschuldigung gelten lassen. Im Gegenteil. „Wir wollen auch in Weilstetten punkten. Jeder weiß, um was es geht“, versprüht Fabian Gerstlauer schon einmal im Vorfeld Kampfeslust. Natürlich auch in der Hoffnung, dass seine Mannschaft erfolgreich mitzieht.

 

SG H2Ku 2 nach Punktverlust gefordert

Irgendwann hat es natürlich passieren müssen. Mit dem 30:30 am vergangenen Sonntag im Heimspiel gegen die SG Hirsau/Calw/Bad Liebenzell musste die die SG H2Ku Herrenberg 2 den ersten Punktverlust hinnehmen. Trotzdem bleibt die Truppe von Trainer Florian Falk Tabellenführer. Definitiv wird das auch nach dem nächsten Spiel so bleiben. Allerdings strebt die „Zweite“ beim TV Großengstingen einen weiteren Sieg an. Beim Mitabsteiger aus der Landesliga dürfte es am Sonntag ab 17 Uhr heiß hergehen. Der Gastgeber ist mit 12:6 Punkten Tabellenvierter und will mit einem Doppelpunktgewinn seine Meisterschaftschance am Leben halten. Die Herrenberger werden ihrerseits eine Leistung wie im Topspiel im Renningen anbieten müssen, um das Spielfeld als Sieger zu verlassen.

 

 

-pg-

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