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Dünner Kader nicht bereit für den großen Wurf

SG H2Ku unterliegt im Spitzenspiel in Schwäbisch Gmünd nach gutem Spiel, aber schwacher Chancenverwertung am Ende deutlich

Ein Bild mit Symbolcharakter - kein Durchkommen gegen die Abwehrwand

 

 

Das Spitzenspiel der Oberliga Baden-Württemberg zwischen dem TSB Schwäbisch Gmünd und der SG H2Ku Herrenberg sah am Sonntag einen doch unerwartet klaren Sieger. Die Gastgeber setzten sich vor allem aufgrund einer starken Abwehrleistung mit einem überragenden Torwart Sebastian Fabian gegen arg dezimierte Herrenberger mit 31:23 (13:12) durch. Die Kiener-Sieben musste durch die Niederlage den Kontakt zum zweiten Aufstiegsplatz in die Dritte Liga abreißen lassen.

 

Allen Beteiligten war vor dem Verfolgerduell in der Oberliga klar, dass der Verlierer der Partie wohl kaum noch in den Kampf um den begehrten Platz zwei eingreifen kann. Vor der Partie herrschte aber erst einmal Einigkeit über die momentane Lage des eigenen Vereins. Beide Trainer betonten immer wieder gebetsmühlenartig, auch mit einer Niederlage leben zu können, ist doch die Entwicklung der Mannschaft gut vorangekommen.

 

Ebenso war aber auch klar, dass sowohl Nico Kiener als auch Michael Hieber auf Seiten des TSB Schwäbisch Gmünd mit ihren Teams die guten Ausgangspositionen nicht kampflos hergeben würden. So war der Boden für ein spannendes Match vor einer imponierenden Kulisse von etwa 1000 Zuschauern bestens bereitet.

 

Machte in der zweiten Hälfte viel Wirbel - Andi Scheurle

 

 

 

Die Gastgeber erwischten dabei einen Start nach Maß und führten schnell mit 2:0. Bereits hier zeichnete sich großes Handicap für die Herrenberger Gäste ab. Lukas Fischer musste bereits im ersten Angriff mit einer Risswunde im Finger ausgewechselt werden. Und auch bei Alexander Zürn stand nach dem Aufwärmen die Ampel für einen Einsatz auf Rot. Trotzdem schlug die SG mit drei Toren postwendend zurück. Mit dem 3:5 nach 11 Minuten keimte unter den etwa 30 mitgereisten Fans die leise Hoffnung auf eine Überraschung auf. Auch wenn die Führung schnell wieder abgegeben wurde, behielt die Kiener-Sieben im Spiel einen kühlen Kopf. Allerdings traf dies nur bis zum finalen Wurf zu. Schon im Laufe der ersten Halbzeit machte die Chancenverwertung den Gästen schwer zu schaffen. Mit zahlreichen Paraden lief TSB-Keeper Sebastian Fabian schon früh zur Hochform auf. Dass aber auch er das 7:9 für die Gäste nach etwa 20 Minuten nicht verhindern konnte, lag an seinem Pendant auf der Gegenseite. Tobias Barthold lieferte sich im Tor der SG H2Ku fast ein Privatduell mit Fabian. Im ersten Durchgang endete dies Remis, was sich im knappen Halbzeitstand von 13:12 für Schwäbisch Gmünd auch niederschlug.

 

Eine erste Vorentscheidung fiel dann gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts. Nach zwei Minuten und drei Treffern hieß es 16:12 und die Halle stand erstmals Kopf. Erst recht beim 19:14, das Coach Nico Kiener zur Auszeit zwang. Es schien, als ob die Gäste nun wieder Zugriff auf das Spiel bekommen könnten. Das 19:17 sollte eigentlich der Anfang der Aufholjagd sein. Das Gegenteil war aber der Fall, die Torflaute in den folgenden sieben Minuten nahm das Unheil für die Gäste seinen Lauf. Die Abwehr des TSB brachte die SG immer wieder in schwierige Wurfpositionen, Torhüter Fabian war nun kaum noch zu überwinden. Spätestens beim 23:17 in der 50. Minute wurde die dünne Personaldecke der SG H2Ku offensichtlich. Mit Sascha Marquardt, Jannis Mezger, Andreas Scheurle und Marvin Seeger standen in der Schlussphase vier junge Akteure aus dem letztjährigen Landesligateam auf dem Parkett. Auch wenn vor allem Scheurle noch viele gute Akzente setzen konnte, für eine Wende konnten die Stammspieler von morgen nicht, oder besser noch nicht, sorgen.

 

Ein Bild mit Symbolcharakter - kein Durchkommen gegen die Abwehrwand

 

Für die Herrenberger bedeutete die Niederlage den Tausch in der Tabelle mit Schwäbisch Gmünd. Für Trainer Nico Kiener kein Problem: „Wir wollten in der Saison vorne mitspielen und unserem Publikum guten Handball bieten. Beides ist uns bisher gelungen. Der sofortige Wiederaufstieg stand nie als Saisonziel auf dem Plan“. Für die nächsten Spiele hat sich das Team dementsprechend noch Einiges vorgenommen. Eines ist aber für den SG-Trainer klar: „Auf Neuhausen brauchen wir nun nicht mehr schauen“.

 

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-pg-


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